Wirtschaft


Der Standard aus Österreich berichtet:

Freitag startet „Die Welt“ das „Projekt Newsroom“: Im 15. Stock des Axel-Springer-Hauses wurde die „größte integrierte Zeitungs- und Onlineredaktion Deutschlands“ (Eigenwerbung) eingerichtet.

Auf 50 Arbeitsplätzen werken künftig 150 Journalisten von sechs bis 24 Uhr im Schichtbetrieb – Schreiber der Welt, „Welt am Sonntag“, „Welt kompakt“, der „Berliner Morgenpost“ und welt.de.

Wo bisher Print- und Online-Redakteure getrennte Wege gingen, sitzen sie jetzt unmittelbar nebeneinander. Was die WAZ Mediengruppe mit West Eins wohl im nächsten Jahr starten wird hat der Axel Springer Verlag in seiner Zentral in Berlin schon jetzt hinbekommen und folgt damit dem Vorbild des Guardian in London und mehreren anderen renommierten internationalen Zeitungen, betritt allerdings Neuland auf deutschem Boden. (mehr …)

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Der Economist schreibt:

Deciding whether or not to start a freesheet, indeed, perfectly encapsulates the unpalatable choice that faces the paid-for newspaper industry today as it attempts to find a future for itself. Over the next few years it must decide whether to compromise on its notion of “fine journalism” and take a more innovative, more businesslike approach—or risk becoming a beautiful old museum piece.

Leider geht es heutzutage nicht allen Zeitungsunternehmen wie dem norwegischen Schibsted, die 2005 die größten Einnahmen in der Firmengeschichte verbuchen konnte. Warum gibt es sie nicht? Weil sie im Gegensatz zu Schibsted, laut dem Economist, es noch nicht verstanden haben genügend Revenue aus dem Internetmarkt zu bekommen. Etwas vielleicht schon, aber eben nicht genug um den Verlust der Drucksparte auszugleichen. (mehr …)

Letzte Woche war bei Spiegel Online folgendes zu lesen:
„Wie das Unternehmen New York Times Co. heute auf seiner Internetseite ankündigte, soll die ehrwürdige Zeitung ab Mitte 2008 in einem um rund 1,5 Zoll (rund vier Zentimeter) schmaleren Format erscheinen. Mit der Umgestaltung ist ein Verlust von 250 Arbeitsplätzen in der Produktion verbunden, teilte der Verlag mit.“

Diese Schlankheitskuhr bedeutet, dass die Times rund 11 Prozent ihres Inhalts einbüßen würde und während der Chefredakteur Bill Keller bereits angekündigt hat, dass man mehr Seiten hinzufügen würde um dem entgegenzuwirken, wird immer noch ein Verlust von 5% erwartet und außerdem sollen sich die Auswirkungen bis auf den Inhalt der Artikel und dem Schreibstil selbst auswirken.

Mal ganz davon abgesehen, dass ich diesen Schritt eigentlich begrüßen sollte, da ich schlankere Zeitungen viel handlicher finde, ist diese Entwicklung sehr erschreckend. (mehr …)