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Man könnte meinen der Irak Krieg ist schon lange gelöst, die nächsten Wahlen noch Jahrzehnte entfernt und alle politischen Diskurse geklärt. Diesen Eindruck gewinnt man jedenfalls wenn man in diesen Tagen einen der beiden Nachrichtensender, Fox News oder MSNBC, einschaltet.

Während Präsident George W. Bush seinen neuen Plan für einen „Weg nach vorne“ im Irak vorstellt und nebenbei einen neuen Botschafter im Irak, zu den Vereinten Nationen und einen neuen Director of National Intelligence vorstellt – die beiden neuen Oberbefehlshaber im Irak und im Nahen Osten mal außen vorgelassen – berichten zwei der drei großen Nachrichtenkanäle was?

Nun, ehrlich gesagt ich weiß es immer noch nicht genau, denn es ist schon erstaunlich was sich in der Medienlandschaft zur Zeit abspielt. Es ist ein endlos geführter Streit der vor allem von einem Sender immer wieder angefacht wird: Fox News. (mehr …)

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Der Tyndall Report stellt im Jahr 2006 eine weit größere Berichterstattung der U.S.-Medien über den Irak-Krieg als in 2005 fest. Hurrican Katrina und dessen Folgen stehen jedoch immer noch hoch in der Liste der am meisten behandelten Themen.

Der Report von Andrew Tyndall misst nun bereits seit 20 Jahren jeden Abend welche Themen bei den drei wichtigsten Nachrichtensendungen der U.S.A. die meiste Berichterstattung bekommen und fasst diese Ergebnisse dann zum Jahresende in einer großen Jahresbilanz zusammen.

Während 2005 der Hurrican Katrina noch mit 1153 Minuten die Liste vor dem Irak-Krieg bei ABC World News, CBS Evening News und NBC Nightly News anführte, rangierten die Themen um die Folgen des Hurrican in der Region im Jahr 2006 mit 367 Minuten nur noch an dritter Stelle. Interressanterweise, berichtete NBC mit 190 Minuten weit mehr über Katastrophe und die Schwierigkeiten beim Wiederaufbau als CBS (75 Min). (mehr …)

Am Donnerstag ist mal wieder Thanksgiving in den U.S.A. und während jeder hier zu Lande mit der Tradition des Truthahn essen vertraut ist, wissen die meisten wahrscheinlich nicht was nach dem großen Festmahl in amerikanischen Haushalten folgt.

Es wird sich vor den Fernseher gesetzt und Football geschaut, denn die National Football League (NFL) setzt jedes Jahr zum Thanksgiving Day zwei Spiele außerhalb ihres normalen Spielplan an. Diese finden immer in den Stadien (und natürlich mit den Teams) der Detroit Lions und der Dallas Cowboys statt. Und während sich an dieser Tradition auch dieses Jahr nichts ändert hat die NFL ein weiteres Spiel in Kansas City hinzugefügt. Das besondere an diesem dritten Spiel ist nicht etwa der Schauplatz, die teilnehmenden Mannschaften oder der Zeitpunkt, nein der Sender der es überträgt sorgt für viele Schlagzeilen, es ist nämlich die NFL selbst, die das Spiel zeigen wird. (mehr …)

Es war Wahl in den USA und sie fand nicht etwa zwischen Demokraten und Republikanern statt, nein, auch die TV Sender geizten nicht um ihren Publikum die beste Coverage der Wahl zu geben.

Ob „Decision 2006„, oder „America Votes 2006„, oder schlichtweg „Vote 2006„. Die Networks und Kabelkanäle gaben sich keine Blöße und trugen richtig dick auf.

CNN hatte Wolf Blitzer, Paula Zahn, Lou Dobbs und Anderson „Der silberne Panther“ Cooper neben einem Expertenboard, dem u.a. Clinton ’92 Advisor James Carville angehörte. MSNBC hatte mit Chris Matthews und Keith Olbermann das beste schlagkräftige Duo, NBC News mit Brian Williams und Tom Brokaw die meiste Erfahrung, ABC News mit Charlie Gibson und George Stephanopoulos die besten Erklärer und Comedy Central hatte mit Dan Rather neben John Stewart und Stephen Colbert die größte Überraschung. (mehr …)

Mit dem Spiel der College Football Mannschaften von der University of Miami gegen die Florida State University am Montag Abend hat der amerikanische Sportsender ESPN die Tür in eine neue Welt des Fernsehen aufgestoßen (und dabei gleich das Internet und das Handy mitgenommen).

Was sich ESPN Full Circle nennt hatte bereits einige Testphasen in diesem Jahr durchgemacht. Zum einem beim College Basketball Spiel von Duke gegen Rivale UNC, zum zweiten Male beim NBA Playoff Spiel der Chicago Bulls gegen die Miami Heat. Aber nie hatte es die Ausmaße wie an jenem Abend, an dem wir einen Ausblick in die Medienwelt von morgen genießen durften.

Ich werde hier mal beschreiben was sich auf den einzelnen Outlets von ESPN während des Spiel abgespielt hat und anschließend mich meinen Kritikern widmen: (mehr …)

In den USA wartet zur Zeit jeder auf den 5. September, vor allem alle Mitarbeiter von CBS und den konkurrierenden Nachrichtensendungen auf ABC und NBC.

An diesem Tag ist die Übergangsphase von den „Großen Drei“ zu ihren Nachfolgern endlich vorbei und es wird vielleicht nochmal 30 Jahre dauern bis sich daran wieder etwas ändert.

Nachdem Brian Williams auf NBC Nightly News vor einem Jahr bereits für Tom Brokaw übernahm, und Charles Gibson den Stuhl der ABC World News von Peter Jennings im Sommer bestieg, ist Katie Couric am 5. September bei den CBS Evening News endlich am Ruder und wird versuchen das Vakuum von Dan Rather zu füllen.

Sie ist damit der erste Frau die alleine den Stuhl einer der drei großen Nachrichten Shows der USA übernehmen wird (Elizabeth Vargas hatte dies zwar schon für ABC getan, allerdings nur zwangsweise da ihr Kollege Bob Woodruff im Iraq verletzt wurde). (mehr …)

Im amerikanischen Kanal Comedy Central folgt jeden Abend auf die Daily Show, der Colbert Report mit Stephen Colbert.

Der Meister der Ironie nimmt in seiner Show die amerikanischen Meinungsmacher aufs Korn die sich Abend für Abend als die wahren Verkünder der Wahrheit outen.

Vor allem seien hier Bill O’Reilly und Sean Hannity vom Fox News Channel, aber auch Lou Dobbs und Anderson Cooper von CNN zu nennen.

Sehr erfolgreich ist man auf Stephen Colbert auch in Deutschland auf ihn aufmerksam geworden.

Der Spiegel schreibt auf seiner Website:

Doch für Stephen Colbert gibt es „keine Obergrenze für Blödheit – wir können es noch dümmer“. Also setzt er als selbstverliebter Weltinterpret mit gravitätisch gerunzelter Stirn, ausgestellten Ellenbogen und stechendem Zeigefinger im „Colbert Report“ dem rückhaltlos rechthaberischen politischen Diskurs in den amerikanischen Medien ein satirisches Denkmal. (mehr …)

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