CNN


Der sogenannte „Citizen Journalism“, in welchem normale Bürger mit ihrer Handykamera zu Journalisten mutieren, hat in den letzten Wochen einen neuen Schritt nach vorne getan. Erst startete CNN sein I-Report, indem es seine Zuschauer bat Videos und Fotos auf ihrer Website hochzuladen, jetzt haben Reuters und Yahoo! nachgezogen und stellten vor kurzem ihr „You Witness„-Programm vor. Die Idee ist diesselbe. Wenn jemand ein Foto von einem Schneechaos auf dem Highway macht, oder während einer Demonstration im Libanon filmt, dann kann er diese Beiträge hochladen und entweder erscheinen diese auf den Webseiten oder schaffen es vielleicht sogar ins Abendprogramm von CNN.

Dies ist ein weiterer Versuch, so lautet es in einem Statement von Reuters und Yahoo, die Zuschauer zu „on-the-spot“-Journalisten zu machen. Dabei scheint Yahoo einen großen Vorteil gegenüber traditionellen TV-Medien wie CNN zu haben und der besteht in der bereits engen Verknüpfung zur aktiven Internet Community. Flickr, eine Website für Foto-Uploads die ebenfalls zu Yahoo gehört, ist bereits für eben diese Zwecke von den Nutzern verwendet worden und ist nun Teil des You Witness Portal. Mit Reuters hat man jetzt den richtigen Partner für die Distribution ins Boot geholt. (mehr …)

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Es war Wahl in den USA und sie fand nicht etwa zwischen Demokraten und Republikanern statt, nein, auch die TV Sender geizten nicht um ihren Publikum die beste Coverage der Wahl zu geben.

Ob „Decision 2006„, oder „America Votes 2006„, oder schlichtweg „Vote 2006„. Die Networks und Kabelkanäle gaben sich keine Blöße und trugen richtig dick auf.

CNN hatte Wolf Blitzer, Paula Zahn, Lou Dobbs und Anderson „Der silberne Panther“ Cooper neben einem Expertenboard, dem u.a. Clinton ’92 Advisor James Carville angehörte. MSNBC hatte mit Chris Matthews und Keith Olbermann das beste schlagkräftige Duo, NBC News mit Brian Williams und Tom Brokaw die meiste Erfahrung, ABC News mit Charlie Gibson und George Stephanopoulos die besten Erklärer und Comedy Central hatte mit Dan Rather neben John Stewart und Stephen Colbert die größte Überraschung. (mehr …)

Nic RobertsonEs ist mal wieder Krieg und CNN und die anderen Newsstation rund um die Welt bekommen den Hals nicht voll.

Versteht mich hier nicht falsch. Ich will natürlich informiert sein, darüber was nur weniger tausend Kilometer von uns passiert. Ich will all die Stimmen hören, all die Kommentare und all die verschiedenen Sichtweisen.

CNN macht da eine wirklich gute Arbeit. Das muss man ihnen lassen. In ca. 20 Minuten Larry King Live am heutigen Morgen hörte ich Nick Robertson von Beirut, Christiane Amanpour von Nord Israel, den Libenesischen Botschafter in den USA, eine ehemalige Israelische Oberbefehlshaberin und einen Redakteur für einen, der Hizbollah zugeschriebenen TV-Kanal im Libanon.

Worauf ich allerdings verzichten kann, sind diese 20 Sekunden Promos zwischen den Berichten, die mir erzählen, dass CNN überall zu finden ist um mir diesen Krieg nahe zu bringen. Mal ehrlich. Das weiss ich auch so nach einem Segment und ich brauche keine Filmmusik und kein „CNN – Live – from anywhere“ was heroisch in das Mikro gehaucht wird. (mehr …)