Der Standard aus Österreich berichtet:

Freitag startet „Die Welt“ das „Projekt Newsroom“: Im 15. Stock des Axel-Springer-Hauses wurde die „größte integrierte Zeitungs- und Onlineredaktion Deutschlands“ (Eigenwerbung) eingerichtet.

Auf 50 Arbeitsplätzen werken künftig 150 Journalisten von sechs bis 24 Uhr im Schichtbetrieb – Schreiber der Welt, „Welt am Sonntag“, „Welt kompakt“, der „Berliner Morgenpost“ und welt.de.

Wo bisher Print- und Online-Redakteure getrennte Wege gingen, sitzen sie jetzt unmittelbar nebeneinander. Was die WAZ Mediengruppe mit West Eins wohl im nächsten Jahr starten wird hat der Axel Springer Verlag in seiner Zentral in Berlin schon jetzt hinbekommen und folgt damit dem Vorbild des Guardian in London und mehreren anderen renommierten internationalen Zeitungen, betritt allerdings Neuland auf deutschem Boden.

Morgens sitzen als erstes die Online-Redakteure von WELT.de an den Tischen, und erst nach Mitternacht beenden die Kollegen von WELT KOMPAKT dort ihre Arbeit.

So schreibt man auf Welt.de und man darf vor allem gespannt sein wie sich das „Web first“ Konzept auszahlt wo künftig nicht mehr Artikel für die Print-Ausgabe zurückgehalten werden sondern sofort auf der Website erscheinen sollen.

Das kann nur der richtige Weg sein in einer Welt wo die Einnahmen im Internetbereich um 7% der Gesamtwerbeeinnahmen stiegen. Die New York Times legt ihre Redaktion übrigens erst 2007 zusammen und somit hat es Axel Springer zumindest den Jungs aus Midtown erstmal gezeigt.

> Das meint die DPA: „Springer trägt mit der Umgestaltung den veränderten Gewohnheiten vor allem junger Menschen Rechnung, die mehr im Internet surfen und weniger Zeitung lesen.“

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