Der New York Observer berichtet, dass die New York Times ein neues Design bei seinen Meinungs Artikeln einführern will. Künftig sollen alle Artikel die die Meinung von Redakteuren enthalten auf Nachrichten Seiten der Zeitung deutlicher kenntlich gemacht werden.

Erreichen will man das durch ein simples Konzept: Während die Nachrichten Berichte weiterhin auf beiden Seiten fixiert sind, werden die Kommentare nur noch am linken Rand gebunden sein.

Die Änderung, so Tom Bodkin, der Design Director der Times, zum Observer, wird wahrscheinlich gar nicht sichtbar sein.

“I think a lot of design is to address subconscious issues. Even though people might not notice, they might recognize it subconsciously.“

Vor einigen Monaten hatte der Executive Editor Bill Keller, Bodkin dazu aufgefordert ein Komitee zu bilden, dass die Behandlung von Nachrichten und Meinungen in der Zeitung untersuchen solle. Nach mehreren Meeting, fand das Komittee, dass die Zeitung zu unklar in ihren Definitionen agierte und formulierte einen Bericht der u.a. besagte:

“We have too many labels …. We do not have clear definitions for all of our labeled forms …. We are inconsistent in our use of language …. We are inconsistent in our presentation … ”

Während es in der Tat unklar ist, ob der Leser diese Änderungen denn bemerken wird, ist es immerhin ein Schritt in die richtige Richtung. Schließlich leben wir in einer Zeit wo auf Fox News Meinungen und Kommentare als harte Fakten präsentiert werden und auch in Medien hierzulande die Grenze zwischen persönlicher Meinung und tatsächlichen Nachrichten nicht immer klar eingehalten wird.

Der Kommentar in der ARD Tagesschau ist sicherlich eine Außnahme, und ich rede hier nicht von den Meinungsseiten in jeder Zeitung in der jeder weiß was er vorfinden wird. Es sind diese unterschwelligen Kommentare die den Leser oder Zuschauer in die Ecke des Autors ziehen sollen, ohne dass er weiß was mit ihm geschieht.

Die Zeitung beweist damit wieder einmal ihre besondere Stellung und ihr meistens hervorragendes Selbstkontrollorgan. Man kann sich ähnlich nur öfter wünschen.

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