Der Economist schreibt:

Deciding whether or not to start a freesheet, indeed, perfectly encapsulates the unpalatable choice that faces the paid-for newspaper industry today as it attempts to find a future for itself. Over the next few years it must decide whether to compromise on its notion of “fine journalism” and take a more innovative, more businesslike approach—or risk becoming a beautiful old museum piece.

Leider geht es heutzutage nicht allen Zeitungsunternehmen wie dem norwegischen Schibsted, die 2005 die größten Einnahmen in der Firmengeschichte verbuchen konnte. Warum gibt es sie nicht? Weil sie im Gegensatz zu Schibsted, laut dem Economist, es noch nicht verstanden haben genügend Revenue aus dem Internetmarkt zu bekommen. Etwas vielleicht schon, aber eben nicht genug um den Verlust der Drucksparte auszugleichen.

Also müssen sich Unternehmen überlegen wie sie den Sprung schaffen ohne dabei die alten journalistischen Traditionen verkommen zu lassen.

Während viele damit begonnen haben ihre etablierten Print Journalisten nun auch für den Internetauftritt schreiben zu lassen, werfen andere Unternehmen gleich unweit mehr in die Wagschale und heuern die berühmten Quereinsteiger ein.

In den USA sorgte der Philadelphia Inquirer für Aufruhr als er verkündete einen Werbemann an Bord zu bringen um das Design der Zeitung zu verändern. Ein Gebiet was normalerweise der Redaktion zusteht.

In Deutschland geht man bei der WAZ Mediengruppe neue Wege und heuert als neue Online Chefredakteurin eine bekannte Webloggerin an, die bisher wahrscheinlich nicht allzuviel Erfahrung mit den Strukturen eines Zeitungshauses vorweisen kann.

Es ist also Risiko gefragt um bestehen zu können und während wir alle den Spruch „wer nicht wagt der nicht gewinnt“ kennen, hoffe ich nur dass der Gewinner bei all den wirtschaftlichen Aspekten nicht das Grundkonzept vergisst. Guter Journalismus ist nicht billig und man muss aufpassen nicht am falschen Ende mit der Umstrukturierung zu beginnen.

> Beckerman fragt: „Nail in the Coffin? Economist Predicts a Dim Future for Newspapers“ (CJRDaily)

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