Nic RobertsonEs ist mal wieder Krieg und CNN und die anderen Newsstation rund um die Welt bekommen den Hals nicht voll.

Versteht mich hier nicht falsch. Ich will natürlich informiert sein, darüber was nur weniger tausend Kilometer von uns passiert. Ich will all die Stimmen hören, all die Kommentare und all die verschiedenen Sichtweisen.

CNN macht da eine wirklich gute Arbeit. Das muss man ihnen lassen. In ca. 20 Minuten Larry King Live am heutigen Morgen hörte ich Nick Robertson von Beirut, Christiane Amanpour von Nord Israel, den Libenesischen Botschafter in den USA, eine ehemalige Israelische Oberbefehlshaberin und einen Redakteur für einen, der Hizbollah zugeschriebenen TV-Kanal im Libanon.

Worauf ich allerdings verzichten kann, sind diese 20 Sekunden Promos zwischen den Berichten, die mir erzählen, dass CNN überall zu finden ist um mir diesen Krieg nahe zu bringen. Mal ehrlich. Das weiss ich auch so nach einem Segment und ich brauche keine Filmmusik und kein „CNN – Live – from anywhere“ was heroisch in das Mikro gehaucht wird.

Haltet es doch so wie beim Tod des Papstes. Bevor ihr in die Werbung geht (was natürlich immer ein harter Schnitt ist) spielt ihr ein paar Bilder ein und etwas ausblendende Musik. Fertig.

Was mich weiterhin stört sind diese Fragen und Logos die immer wieder erscheinen, und die vor einer ganzen Weile schon RTL hierzulande erreicht haben. Das ist eine humanitäre Krise und braucht kein Erkennungszeichen um dem Zuschauer klar zu machen, dass es sich im nächsten Beitrag um Krieg handelt.

Mal wieder am besten hat es John Stewart in der Daily Show (siehe Video) ausgedrückt. Es zeigt, dass wohl nur die Comediens in der Lage sind, die Berichterstattung richtig zu kritisieren und aufzudecken was falsch läuft. Irgendwie schade, aber immerhin etwas.

Advertisements